Frankreich 2030: Olympische Bergspiele ersetzen Winterspiele
Klimakrise, Schneemangel, Umweltsünden und Kostenexplosionen: Winterspiele sind Geschichte. Ab 2030 treten erstmals die Olympischen Bergspiele in ihre Fussstapfen, mit den französischen Alpen als Schauplatz.
Die öffentliche Kritik und der Druck der Zivilgesellschaft wurden zu gross für das Internationale Olympische Komitee, das bis zuletzt an den Olympischen Winterspielen festhalten wollte. Spät, aber doch passen diese sich nun den veränderten klimatischen Gegebenheiten an. Statt Schnee und Eis stehen ab 2030 die Berge im Fokus. Auf den Neubau von Sportstätten, die nach den Spielen meist ungenutzt bleiben und verfallen, wird gänzlich verzichtet. Genutzt wird bereits vorhandene Infrastruktur wie Wanderpfade, Bergstrassen und Stauseen. Auf Kunstschnee wird verzichtet und falls auch der Naturschnee ausbleibt, könnten einige Bewerbe flexibel gestaltet werden: Grasskilauf- anstelle von Alpinski-Bewerben, Skispringen auf Mattenschanzen, gerodelt wird auf bestehenden Sommerrodelbahnen, Langlauf- und Biathlonbewerbe werden auf Bergstrassen ausgetragen. Auch die junge Disziplin Skibergsteigen wird neu gedacht: Athlet:innen laufen mit Firngleitern am Rucksack möglichst schnell bergauf, schnallen sich die Kurz-Ski an und fahren über Altschneefelder so rasch wie möglich ab. Den Rest der Strecke bewältigen sie wieder zu Fuss. Als schwer ersetzbar gelten die Freestyle-Bewerbe. Die Ideen hierzu sind noch nicht sehr ausgegoren und reichen von Wasserschanzen auf Gebirgsstauseen bis hin zu alternativen Sportarten wie Paragleiten oder Downhill-Mountainbiken. Deren Umweltverträglichkeit wird derzeit noch geprüft. Spektakuläre Bewerbe sind jedenfalls garantiert!